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CBD: Tabakzusatz für Zigaretten und E-Shishas
CBD: Tabakzusatz für Zigaretten und E-Shishas

CBD: Tabakzusatz für Zigaretten und E-Shishas

Wer sich im Netz über Marihuana- und/oder Tabakprodukte informiert, stolpert häufig über die Abkürzung CBD. Doch hat was hat damit auf sich? Falls Du grundsätzliche Informationen über dieses Thema benötigst, bist Du auf meinem Blog richtig.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff CBD?

CBD (Cannabidiol) zählt zu den Inhaltsstoffen der Hanfpflanze. Ihm werden eine beruhigende und entspannende Wirkung nachgesagt, weshalb er in vielen europäischen Staaten in Tablettenform, als Tee- und Tabakzusatz frei erhältlich ist. Aufgrund der niedrigen Wirkstoffkonzentration eignet sich das Mittel besonders gut zur Selbstmedikation. Vereinfacht gesagt, vereint CBD alle Vorteile des Marihuana-Konsums, zu denen antientzündliche, antiepileptische und antischizophrene Eigenschaften zählen. So überrascht es kaum, dass sich CBD-Produkte einer wachsenden Beliebtheit erfreuen.

Wie verläuft der Extraktionsprozess?

Um CBD aus der Hanfpflanze zu gewinnen, gibt es verschiedene Verfahren. Dazu ist zunächst zu erwähnen, dass CBD in der Pflanze in Form von Carbonsäure (CBDA) vorliegt, welcher einen inaktiven Inhaltsstoff darstellt. Die Umwandlung erfolgt durch Erhitzen oder mittels chemischer Aufspaltung des CBDA-Moleküls. Dieser Prozess gleicht der Umwandlung von THCA in THC, welche beim Rauchen durch Verbrennung erzielt wird, um die psychoaktiven Substanzen freizusetzen. Dieser Effekt wird im Labor imitiert, indem das Pflanzenmaterial zunächst 10-20 Minuten auf eine Temperatur von 100 °C bis 110 °C erhitzt wird. Der Arbeitsschritt dient dazu, die restliche Feuchtigkeit in den Pflanzen zu verdampfen. Anschließend wird für die Dauer von 60 Minuten eine Temperatur von 120°C erzeugt, um im dritten Schritt das Material für einige Sekunden auf 210°C zu erhitzen, wodurch fast 100% der Materie umgewandelt wird. Nachteilig wirkt sich aus, das bei dieser Methode auch Terpene verloren gehen, welche sich für einen Teil der Wirkungsweise des Cannabidiols verantwortlich zeichnen. Daher wird in der industriellen Produktion dem Pflanzenmaterial zumeist flüssiges Kohlenstoffdioxid zugeführt, um die Inhaltsstoffe mittels Druck voneinander zu trennen. Dieses Verfahren wirkt schonender auf die Pflanzen und das Blütenmaterial, wodurch die Terpene und weitere wichtige pharmakologische Substanzen erhalten bleiben.

Der Prozess der chemischen Aufspaltung erfolgt durch den Einsatz von Butan (C4H10). Dieses Verfahren wird in geschlossenen Regelkreisen durchgeführt, da Butan in Kombination mit Sauerstoff ein gewisses Explosionspotential innewohnt. Darüber hinaus besitzt das Gas Eigenschaften, die es für den Einsatz als Lösungsmittel zur Trennung pflanzlicher Materialien prädestinieren.Allerdings ist Butan ein Erdölprodukt und daher nicht nachhaltig.

Die CBD-Produktpalette: Ob Tabakzusatz oder Beruhigungsmittel – für jeden ist etwas dabei

Der hohen Verkaufserlöse der CBD-Produkte sind zumindest teilweise auf deren gegensätzliche Verwendungsmöglichkeiten zurückzuführen. So eignet sich das in der Produktion gewonnene CBD-Öl dazu, Tabakprodukte zu verfeinern sowie Stresssymptome und Angstzustände zu lindern. Die medizinische Anwendung erfolgt, indem das Mittel in Tablettenform oder in Tee aufgelöst eingenommen wird. Da CBD vom deutschen Arzneimittelgesetz als Nahrungsmittelergänzung eingestuft wurde, ist es ohne ärztliche Verschreibung in Apotheken erhältlich. Im Gegensatz dazu, ist der Konsum von CBD als Genussmittel eher den gesundheitsschädlichen Tätigkeiten zuzuschreiben. Was nicht bedeuten soll, dass das keinen Spaß machen kann. So ist der Verkauf von CBD-haltigen Zigaretten inzwischen in vielen europäischen Staaten (allerdings noch nicht in Deutschland) zugelassen. Daher wirst Du Dich auf den Erwerb von CBD-Flüssiglösungen für E-Shishas begnügen müssen, wenn Du diesem Genuss fröhnen möchtest.

Die deutsche Rechtslage bezüglich CBD: Umständlicher geht es kaum

Bei der Formulierung der Vorschriften für CBD-Produkte hat sich der deutsche Rechtsstaat mal wieder selbst übertroffen. So wurden zwar Produkte, die maximal 0,2% THC enthalten, grundsätzlich freigegeben. Daher ist nicht ganz einfach nachzuvollziehen, warum CBD-Zigaretten dennoch gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen sollen. Die Juristen führen als Begründung dafür, den Gesamtinhalt der Packungen an. Sollte dieser innerhalb kürzester Zeit konsumiert werden, könnte sich der THC-Wert im Blut derart anreichern, dass ein minimaler psychoaktiver Effekt wahrgenommen werden könnte. Dagegen sind Flüssiglösungen für E-Liquids zugelassen, weil diese lediglich als Rauchzusatz interpretiert werden und daher unter die Zuständigkeit des Arzneimittelgesetzes fallen. Bezüglich des Gewichts sind dafür wiederum keine gesetzlichen Grenzwerte festgesetzt worden. So betreffen die verbliebenen Einschränkungen des Verkaufs von E-Liquids mit Cannabidiol das Abgabeverbot an Jugendliche unter 18 Jahren und die Einhaltung des prozentualen THC-Gehalts von 0,2%. Als sei es bis hierhin nicht bereits kompliziert genug gewesen, sind CBD-Produkte zur medizinischen Verwendung wieder eigenen Bestimmungen unterworfen. Diese gelten als Nahrungsergänzungsmittel, welche den Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes unterliegen. Auch dort wurde der Maximalwert des THC-Anteils auf 0,2% beschränkt. Darüber hinaus ist der Verkauf der Produkte an die Beratung durch einen qualifizierten Apotheker gekoppelt, wodurch sich deren Apothekenpflicht erklärt.

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